Thursday, January 4, 2018

Wie Piloten & der Staat ausgetrickst wurden




Im Ratgeberbuch TRAUMBERUF PILOT? von Doris Daily wurden die Missstände - nein, kriminelle Machenschaften - bei der Irischen RyanAir schon ausführlich beschrieben, inklusive Interviews mit betroffenen Piloten. Auch die Vereinigung Cockpit (VC Gewerkschaft) wirft der irischen Fluggesellschaft seit Längerem vor, mit schein-selbstständigen Vertragspiloten illegal Kosten gespart zu haben.

Der Spiegel berichtete nun:
“Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat mit Blick auf selbstständige Ryanair-Piloten fünf Briten angeklagt. Sie sollen als Verantwortliche zweier britischer Personal-Dienstleister in insgesamt 920 Fällen wissentlich keine Sozialbeiträge für von ihnen vermittelte Piloten abgeführt haben, wie die Behörde mitteilte."



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RyanAir’s Pilotenproblem - Nein, die Probleme der Piloten
"Dabei geht es um 277 Ryanair-Piloten mit deutschen Heimatflughäfen, für die rund sechs Millionen Euro Sozialversicherungsbeiträge fällig gewesen wären.

Die umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatten bereits 2011 begonnen. Im Oktober 2017 hatte Ryanair mitgeteilt, man halte sich an die europäische Gesetz-gebung und unterstütze die Staatsanwaltschaft in ihrer Arbeit."

Ha ha ha… Und warum haben die Beamten 6 Jahre! gebraucht um herauszufinden ob oder ob nicht Sozialversicherungsbeitraege gezahlt wurden? 

Ryanair beschäftigt einen beträchtlichen Teil seiner Piloten und Co-Piloten über ein sogenanntes Kontraktor-Modell.  Die Flugkapitäne müssen eine Art Ich-AG gründen und Verträge mit Personalvermittlungs-Firmen abschließen, ehe sie für Ryanair fliegen dürfen.




Nach Angaben der Ermittler wurde die Anklage gegen die fünf Beschuldigten im Alter zwischen 35 und 62 Jahren bereits im September erhoben.  Diese musste aber erst ins Englische übersetzt und zugestellt werden, bevor die Behörde nun die Öffentlichkeit informierte.  Falls das Landgericht Koblenz ein Hauptverfahren eröffnet, müssen die fünf Briten zum Prozess anreisen. Ihnen könnten dann laut Gesetz eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis drohen.

Lesen Sie den kompletten Spiegel Artikel hier.







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